Qualifizierungschancengesetz:
So profitieren Arbeitskräfte und Unternehmen

Seit dem 01. Januar 2019 gilt das Qualifizierungschancengesetz. Mit dem Gesetz wird die Vorbereitung von Beschäftigten und Unternehmen auf die Digitalisierung des Arbeitsmarktes gefördert. Es werden mit dem Qualifizierungschancengesetz Weiterbildungen gefördert, die darauf abzielen, Arbeitskräfte auf Veränderungen ihres bisherigen Tätigkeitsfeldes durch die Digitalisierung vorzubereiten und neue Fähigkeiten zu vermitteln. Davon profitieren nicht nur Beschäftigte, sondern auch Unternehmen.

Wir haben die fünf wichtigsten Fragen zum Qualifizierungschancengesetz für Sie beantwortet:

Sie wollen mehr über das Gesetz erfahren? Dann verpassen Sie nicht unseren aktuellen Blogbeitrag zum Qualifizierungschancengesetz.

Ein Automechaniker bei der Arbeit - auch er kann sich mit dem Qualifizierungschancengesetz auf die Digitalisierung seiner Tätigkeit vorbereiten

Künftig sollen 52 % unserer Arbeit von Maschinen erledigt werden – Künstliche Intelligenz macht es möglich. Mit dem Qualifizierungschancengesetz möchte die Bundesregierung den deutschen Arbeitsmarkt auf diesen Wandel vorbereiten.

Wer erhält nach dem Qualifizierungschancengesetz eine Förderung?

Alle. Von kleinen Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten bis zu Konzernen mit mehr als 2.500 Angestellten sowie einzelne Arbeitskräfte: Vom Qualifizierungschancengesetz kann jeder profitieren, der die Voraussetzungen erfüllt.

Welche Weiterbildung kann mit dem Qualifizierungschancengesetz gefördert werden?

Mit dem Qualifizierungschancengesetz möchte die Bundesregierung sowohl Arbeitskräfte als auch Unternehmen auf den Arbeitsmarktwandel vorbereiten. Jedoch ist nicht jede Weiterbildung förderbar. Lediglich Weiterbildungen, die Arbeitskräfte und Unternehmen auf den voranschreitenden Strukturwandel vorbereiten, sind förderbar.

  • Weiterbildungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, deren aktuelle Tätigkeit künftig durch Technologien ersetzt werden können.
  • Weiterbildungen für Arbeitskräfte, die in einer anderen Form vom digitalen Strukturwandel des Arbeitsmarktes betroffen sind.
  • Weiterbildungen, die auf eine Tätigkeit in einem vom Fachkräftemangel betroffenen Berufsfeld vorbereiten.
Ein Dachdecker bei der Arbeit. Das Qualifizierungschancengesetz soll Dachdecker auf den strukturellen Wandel ihres Tätigkeitsfeldes vorbereiten.

Drohnen sollen Dachdeckern künftig die Arbeit erleichtern. Entsprechende Weiterbildungen können mit dem Qualifizierungschancengesetz gefördert werden.

Wer entscheidet darüber, ob Fördermittel nach dem Qualifizierungschancengesetz bewilligt werden?

Wer eine der oben genannten Kriterien für förderbare Weiterbildungen erfüllt, kann sich an die Agentur für Arbeit wenden. Dies gilt sowohl für einzelne Arbeitskräfte als auch für Unternehmen, die Angestellte entsprechend qualifizieren möchten.

Wie hoch fällt die Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz aus?

Nicht nur einzelne Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren vom Qualifizierungschancengesetz auch Unternehmen, die Ihre Angestellten für die Dauer der Weiterbildung unter Lohnfortzahlung freistellen. Wobei sich die Höhe der Zuschüsse nach der Unternehmensgröße wie folgt richtet:

Zuschüsse für Kleinunternehmen mit bis zu zehn Angestellten

  • Bis zu 100 % Übernahme der Weiterbildungskosten
  • Bis zu 75 % Förderung des Arbeitsentgeltes während der Weiterbildung

Zuschüsse für mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Angestellten

  • Bis zu 50 % Übernahme der Weiterbildungskosten
  • Bis zu 50 % Förderung des Arbeitsentgeltes während der Weiterbildung

Zuschüsse für größere Unternehmen mit bis zu 2.500 Angestellten

  • Bis zu 25 % Übernahme der Weiterbildungskosten
  • Bis zu 25 % Förderung des Arbeitsentgeltes während der Weiterbildung

Zuschüsse für große Unternehmen mit mehr als 2.500 Angestellten

  • Bis zu 15 % Übernahme der Weiterbildungskosten
  • Bis zu 25 % Förderung des Arbeitsentgeltes während der Weiterbildung

Welche Voraussetzungen müssen für eine Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz erfüllt werden?

Fünf Kriterien müssen nach § 82 des dritten Sozialgesetzbuches erfüllt werden, um von der Bundesagentur für Arbeit nach dem Qualifizierungschancengesetz gefördert zu werden:

  1. Die in der Weiterbildung vermittelten Inhalte müssen über „ausschließlich arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen.“ Schließlich ist der Sinn des Qualifizierungschancengesetzes Geförderte auf den digitalen Arbeitsmarktwandel vorzubereiten, nicht Fähigkeiten zu vermitteln, damit die Geförderten ihre aktuelle Arbeit besser ausführen können.
  2. Die letzte Berufsausbildung muss in der Regel mindestens vier Jahre zurückliegen.
  3. Es werden ausschließlich Personen gefördert, die „in den letzten vier Jahren vor Antragsstellung nicht an einer nach dieser Vorschrift geförderten beruflichen Weiterbildung teilgenommen“ haben.
  4. Eine Weiterbildung wird nach dem Qualifizierungschancengesetz nur dann gefördert, wenn die „Maßnahme außerhalb des Betriebes oder von einem zugelassenen Träger im Betrieb, dem sie angehören, durchgeführt wird und mehr als 160 Stunden dauert.“
  5. Es werden ausschließlich Weiterbildungen sowie Bildungsanbieter gefördert, die für Förderungen zugelassen sind.

Ihre geförderte Weiterbildung bei der GFN AG!

Nicht nur Arbeitsuchende erhalten Fördermittel vom Staat für die berufliche Qualifizierung. Auch Beschäftigte haben verschiedene Möglichkeiten, Förderungen für Weiterbildungen zu erhalten.

Gerne beraten wir Sie zu Ihren Möglichkeiten – kostenfrei und unverbindlich. Sprechen Sie uns einfach an. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!


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