Sichern Sie Ihre Teilhabe am Arbeitsmarkt

Bundesminister Hubertus Heil möchte vier Milliarden Euro ausgeben, um Langzeiterwerbslosen Arbeit zu geben. Wir erklären Ihnen was das Teilhabechancengesetz ist und wie Sie davon profitieren.

Kurz erklärt: Was ist das Teilhabechancengesetz?

Das Teilhabechancengesetz ist der Entwurf eines Gesetzes. Mit diesem Gesetz möchte die Regierung Langzeitarbeitslosen helfen, Arbeit zu bekommen. Dafür plant die Regierung, vier Milliarden Euro zu investieren.

Dieses Geld bekommen Arbeitgeber als Zuschuss zum Gehalt gezahlt. Dadurch ist es für Arbeitgeber sehr attraktiv Langzeitarbeitsuchenden eine Arbeit zu geben. Denn Sie sparen Lohnkosten.

Für Arbeitsuchende ist das gut, weil sie endlich eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten. So können Arbeitsuchende wieder Berufserfahrung sammeln.

Für wen ist das Teilhabechancengesetz gut?

Vom Teilhabechancengesetz profitieren Menschen, die schon länger nach Arbeit suchen. Es gibt zwei Arten von Arbeitsuchenden, für die das Teilhabechancengesetz gut ist:

  1. Menschen, die in den letzten sieben Jahren mindestens sechs Jahre keine Arbeit hatten und Hartz IV bezogen haben.
  2. Menschen, die die vergangenen zwei Jahre keine Arbeit hatten und Hartz IV bekommen haben.
Waren Sie in den vergangenen sieben Jahren mindestens sechs Jahre arbeitsuchend gemeldet?
Ja
Nein
Waren Sie in den vergangenen zwei Jahren erwerbslos und auf Harzt IV angewiesen?
Ja
Nein
Nutzen Sie das Teilhabechancengesetz und sichern Sie sich Ihre Teilhabe am Arbeitsmarkt!
Nutzen Sie alternative Möglichkeiten der Förderung.

Teilhabechancengesetz: So werden Sie gefördert!

  • Wollen Sie arbeiten?
  • Waren Sie die letzten beiden Jahre arbeitsuchend gemeldet?
  • Oder waren Sie in den letzten 7 Jahren mindestens 6 Jahre arbeitsuchend?
  • Haben Sie in beiden Fällen Harzt IV bezogen?

Dann können Sie jetzt bei Ihrem Fallmanager im Jobcenter Ihre „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ fordern! Dafür sprechen Sie einfach Ihren Berater im Jobcenter auf das Teilhabe-Chancen-Gesetz an.

Warum ist das Teilhabechancengesetz gut für Arbeitsuchende und Arbeitgeber?

Wer schon länger erwerbslos ist, hat oftmals Nachteile bei der Arbeitsplatzsuche. Arbeitgeber sehen ein Risiko in Langzeitarbeitsuchenden. Vorurteile, Barrieren und fehlende Erfahrungen werden oft negativ ausgelegt. Mit dem Teilhabechancengesetz soll sich das ändern.

Arbeitgeber bekommen die ersten Jahre einer Zusammenarbeit Zuschüsse zum Monatsgehalt. Dadurch sinkt das finanzielle Risiko bei der Einstellung einer neuen Arbeitskraft ungemein. Arbeitgeber haben weniger Kosten. Außerdem werden so Langzeitarbeitsuchende viel attraktiver auf dem Arbeitsmarkt.

Teilhabechancengesetz | FAQ

Mit dem Teilhabechancengesetz möchte Bundesminister Hubertus Heil Jobcentern und Arbeitsagenturen ab 2019 vier Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um Langzeiterwerbslose wieder in Arbeit zu bringen. Ziel des Regelinstruments „Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle" ist es, arbeitsmarktfernen Menschen „wieder eine Perspektive zur Teilhabe am Arbeitsmarkt zu eröffnen“ sowie die von der Bundesregierung angestrebte Vollbeschäftigung.

Was ist das Teilhabechancengesetz?

Hinter dem Begriff Teilhabechancengesetz verbirgt sich der „Entwurf eines Zehnten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch – Gesetz zur Schaffung neuer Teilhabechancen für Langzeitarbeitslose auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt“.

Verständlich ausgedrückt: Menschen, die schon sehr lange arbeitsuchend sind, sollen wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt erhalten.

Dafür sollen bis 2022 für 150.000 Langzeiterwerbslose vier Milliarden Euro investiert werden. Ab 2019 wird es voraussichtlich Aufgabe der Arbeitsagenturen und Jobcenter, Menschen mit und ohne Vermittlungshemmnissen in Arbeit zu integrieren. Als Vermittlungshemmnissen bei Arbeitsuchenden gelten unter anderem: Gesundheitliche Einschränkungen, fehlende Qualifikationen, geringe Deutschkenntnisse und belastende Lebensumstände.

Eine entsprechende Regelung zur Integration Langzeitarbeitsuchender hat Hubertus Heil – Bundesminister für Arbeit und Soziales – mit dem Entwurf des Teilhabechancengesetzes in die Wege geleitet.

Wer wird mit dem Teilhabechancengesetz gefördert?

Mit dem Ziel der Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle werden folgende Personen gefördert:

  1. Menschen, die in den letzten sieben Jahren mindesten sechs Jahre Arbeitsuchend waren und Arbeitslosengeld II bezogen haben.
  2. Menschen, die in den letzten zwei Jahren erwerbslos und auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren.

Mit dem Teilhabechancengesetz sollen zum einen Menschen gefördert werden, die länger als sechs Jahre in den vergangenen sieben Jahren Arbeitslosengeld II – auch bekannt als Hartz IV – bezogen haben. Bis zu fünf Jahre lang haben diese Personen Anspruch auf Förderung, sofern sie sich in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung befinden.

Um der Langzeitarbeitslosigkeit vorzubeugen, werden auf eine ähnliche Weise auch Menschen mit dem Teilhabechancengesetz gefördert, die die vergangenen zwei Jahre erwerbslos und auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren. Im Gegensatz zur ersten Gruppe haben sie nur auf eine zweijährige Förderung Anspruch.

Wie sieht die finanzielle Förderung im Teilhabechancengesetz aus?

In den ersten beiden Arbeitsjahren einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung soll das Arbeitsentgelt zu 100 % bezuschusst werden – sofern es sich nach dem Mindestlohn bemisst. Dadurch wird für Arbeitgeber ein Anreiz geschaffen, sogenannte arbeitsmarktferne Menschen einzustellen, die schon länger erwerbslos sind. In jedem weiteren Jahr wird der Zuschuss um zehn Prozentpunkte gekürzt, sodass sich im fünften Jahr des Arbeitsverhältnisses der Zuschuss auf 70 % beläuft. Bis zu fünf Jahre lang sollen Arbeitsverhältnisse förderbar sein.

Ebenfalls ein Recht auf Lohnkostenzuschüsse erhalten Personen, die seit mindestens zwei Jahren arbeitsuchend gemeldet sind. So möchte die Bundesregierung der Langzeitarbeitslosigkeit vorbeugen. Ihr Zuschuss zum Arbeitsentgelt ist auf zwei Jahre begrenzt. Im ersten Jahr beläuft sich der Zuschuss auf 75 %, im zweiten auf 50 %. Arbeitgeber sind verpflichtet die Teilnehmenden noch mindestens sechs Monate nach Ende der Förderung zu beschäftigen.

Welche weiteren Förderinstrumente sieht das Teilhabechancengesetz vor?

Mindestens sechs der vergangenen sieben Jahre waren die Geförderten erwerbslos und damit ausgeschlossen vom beruflich-sozialen Umfeld. Um daraus resultierende Überforderungen zu vermeiden, ist in dem Teilhabechancengesetz neben der finanziellen Förderung auch eine begleitende Betreuung der Arbeitsuchenden vorgesehen.

Damit Langzeiterwerbslose nach dem Wiedereinstieg in die Arbeitswelt nicht allein gelassen werden, sollen sie von Coaches unterstützt werden. Ziel dieser Förderung ist die Stabilisierung und Festigung der Teilnehmenden. Im ersten Jahr ist die Betreuung verpflichtend, in den darauffolgenden vier Jahren kann sie, wenn erforderlich, weiterhin genutzt werden.

Auch diejenigen, die seit mindestens zwei Jahren erwerbslos sind und Anspruch auf eine zweijährige Förderung im Rahmen des Teilhabechancengesetzes haben, dürfen eine beschäftigungsbegleitende Betreuung durch Coachings einfordern. Im ersten Halbjahr der Beschäftigung ist der Arbeitgeber sogar verpflichtet, den Arbeitnehmer für das Coaching freizustellen.

Wie kann ich eine Förderung beantragen?

„Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“ ist ein freiwilliges Regelinstrument, deshalb ist Eigeninitiative gefragt. Vereinbaren Sie mit Ihrem Berater beim Jobcenter oder der Agentur für Arbeit einen Termin und sprechen Sie Ihn auf Ihre Teilhabechancen direkt an.

Langzeitarbeitslose haben ein Recht auf Teilhabe am Arbeitsmarkt

Wie kann mich die GFN AG unterstützen?

Empathische Coaches begleiten Sie bei Ihrer Rückkehr in die Arbeitswelt – freundlich, kompetent und verständnisvoll. Profitieren Sie von unserer Erfahrung – sowohl bei der Arbeitsplatzakquise als auch im Arbeitsalltag selbst. Wir sind gerne für Sie da!

Seit über 20 Jahren integrieren und qualifizieren wir Arbeitsuchende für den ersten Arbeitsmarkt. Dank der AZAV-Zertifizierung der GFN AG lassen sich alle Angebote bei Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen zu 100 % fördern.

Sind das Teilhabechancengesetz, das Gesamtkonzept „MitArbeit“ und „Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“ das gleiche?

„MitArbeit“ beschreibt ein Gesamtkonzept, das auf Erfahrungen aus Initiativen der letzten Legislaturperiode aufbaut und einen umfassenden Ansatz zur Qualifizierung, Vermittlung und Integration von Langzeitarbeitsuchenden durch eine finanzielle und begleitende Förderung beinhaltet.

„Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“ ist das Kernstück dieses Konzeptes und wird von der Bundesregierung als Regelinstrument bezeichnet.

Sowohl das Regelinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle“ als auch das Gesamtkonzept „MitArbeit“ sollen mit dem Teilhabechancengesetz im zweiten Sozialgesetzbuch rechtlich verankert werden. Mit dem Teilhabechancengesetz wird Langzeiterwerbslosen eine Teilhabe am Arbeitsmarkt gesetzlich zugesichert.

Arbeitsuchende

Wer in den vergangenen sieben Jahren mindesten sechs Jahre oder die vergangenen zwei Jahren erwerbslos und auf Harzt IV angewiesen war, soll vom Teilhabechancengesetz profitieren.

Arbeitgeber

Damit auch Langzeitarbeitsuchende künftig leichter Arbeit finden, wird für Arbeitgeber mit dem Teilhabechancengesetz ein finanzieller Anreiz in Form eines Lohnkostenzuschusses geschaffen.

Gehalt

Je nach Dauer der Erwerbslosigkeit beträgt der finanzielle Zuschuss zwischen 50 % und 100 %. Ebenso die Dauer des Zuschusses - zwei bis fünf Jahre - richtet sich nach der Dauer der Erwerbslosigkeit.

Unterstützung

Arbeitsuchende sollen künftig dank des Teilhabechancengesetzes leichter Arbeit finden. Damit sich aber niemand im neuen Arbeitsalltag allein gelassen fühlt, werden begleitende Coachings vom Jobcenter finanziert.


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