Chance Umschulung 2023 – Ohne Studium in die IT

Es muss nicht immer ein Hochschulstudium sein. Gerade in der schnelllebigen IT entscheiden mittlerweile ganz andere Faktoren über deinen erfolgreichen Ein- und Aufstieg. Wie du dir auch ohne Studium deinen Platz in der Zukunftsbranche sicherst und warum sich eine Fachinformatiker-Umschulung gerade jetzt für dich lohnt, erfährst du in diesem Artikel.

Die Inhalte:

Als Quereinsteiger:in ohne Studium und Berufserfahrung in die IT – geht das?

Wenn du dich für einen beruflichen Neuanfang in der IT interessierst, hast du auch als Quereinsteiger:in sehr gute Karten. Der Grund: Die IT gehört zu den Branchen mit dem größten Mangel an Fachkräften. 137.000 IT-Spezialist:innen fehlen bundesweit. Man erwartet, dass sich die Situation in den nächsten Jahren noch weiter verschärft – viele ältere Arbeitnehmer:innen scheiden aus dem Berufsleben aus, zu wenige IT-Nachwuchskräfte rücken nach. Eine offene Stelle in einem IT-Beruf bleibt mittlerweile im Schnitt über 7 Monate unbesetzt.

Angesichts dieser Entwicklungen zeigen sich Arbeitgeber offen für Quereinsteigende aus anderen Branchen – vorausgesetzt, man kann neben zentralen Grundlagen auch Kenntnisse vorweisen, die gerade gebraucht werden, und ist bereit, immer neu dazuzulernen. Abgesehen davon schätzen viele Arbeitgeber gerade die vielfältigen beruflichen und persönlichen Stationen von Quereinsteiger:innen, mit denen letztere für frischen Wind und neue Denkansätze sorgen.

Ein weiterer Aspekt: Aufgrund des rasanten technischen Fortschritts verändern sich die Anforderungen in den Berufen immer schneller, Wissen veraltet im Handumdrehen. Eine zeitlich überschaubare berufliche Weiterbildung ist daher oftmals zielführender als ein langjähriges Studium. Dass ein Studium nicht immer die beste Wahl ist, zeigt auch die überdurchschnittlich hohe Abbruchquote von 45 Prozent bei den Informatikstudierenden.

Mit Praxiswissen punkten

Der Beruf des bzw. der Fachinformatiker:in hingegen gilt als der zahlenmäßig mit Abstand beliebteste IT-Ausbildungsberuf – und punktet vor allem mit dem von Anfang an hohen Praxisbezug. Zudem wurden im Jahr 2020 die IT-Ausbildungsberufe modernisiert, um heutigen Anforderungen und technischen Entwicklungen gerecht zu werden. In diesem Zuge hat man auch die Fachinformatiker-Umschulung inhaltlich aufgefrischt. So bekommen beispielsweise die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz deutlich mehr Raum im Lehrplan. Auch in sozialen und kommunikativen Kompetenzen, die für die Projektarbeit in der IT immer wichtiger werden, schult man angehende Fachinformatiker:innen seitdem intensiver. Als Umschüler:in profitierst du von aktuellem Wissen und sofort einsetzbaren Fähigkeiten, die im Berufsleben auch wirklich gefragt sind.

Da deine etwa 2-jährige IT-Umschulung häufig gefördert, die Teilnahme also für dich kostenlos ist, sparst du im Vergleich zum Informatik-Studium nicht nur  Zeit, sondern auch bares Geld. Und hast auch ohne Hochschulabschluss sehr gute Chancen, in einem IT-Beruf langfristig Fuß zu fassen. Immer mehr Unternehmen unterstützen ihre neuen Mitarbeiter:innen durch entsprechende Onboarding-Programme, Mentoring und interne Schulungen. So finden auch Quereinsteigende schnell in den Job.

Was ehemalige Umschüler:innen sagen.

Ich wollte einen geeigneten Job für mich finden, und das hat super geklappt. Dass ich Umschülerin war und weder Studium noch jahrelange Berufserfahrung vorweisen konnte, war unerheblich. Es ging einzig und allein darum, dass ich das konnte, was gebraucht wurde.  

Ketsara Srithamma

Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung

Warum zahlt sich eine IT-Umschulung ab 2023 besonders aus?

Die Bedingungen für den Einstieg in einen IT-Beruf sind also hervorragend. Auch die Möglichkeiten, sich durch eine geförderte Weiterbildung oder Umschulung für einen zukunftssicheren Arbeitsplatz in der IT zu qualifizieren, sind aktuell besser denn je. Vorrangig fördert der Staat die berufliche Neuorientierung in sogenannte Engpassberufe, beispielsweise in der IT, wo zu viele Arbeitsplätze unbesetzt bleiben. Das Ziel: Arbeitsuchende und Beschäftigte sollen fit gemacht werden für die neue Arbeitswelt und für zukunftsfähige, digitale Berufe.

Das lässt sich Deutschland einiges kosten: Neue Regelungen wie der Rechtsanspruch auf gefördertes Nachholen eines Berufsabschlusses, individuelle Fördermöglichkeiten und finanzielle Anreize machen Weiterbildung attraktiv wie nie. Mehr dazu in den nächsten Abschnitten.

Dein gutes Recht: Den Berufsabschluss nachholen

Das Risiko, arbeitslos zu werden, ist für Menschen ohne Berufsabschluss um ein Vielfaches höher. Zwei Drittel der Menschen, die schon länger ohne Job sind, haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Arbeitsagentur fördert daher sogenannte abschlussorientierte Weiterbildungen. Das sind beispielsweise Fachinformatiker-Umschulungen mit anerkanntem IHK-Berufsabschluss oder auch berufsanschlussfähige Weiterbildungen wie eine Teilqualifizierung. Letztere kann in abgeschlossenen Modulen Schritt für Schritt zum Berufsabschluss als Fachinformatiker:in führen.

Gut zu wissen: Der Rechtsanspruch auf eine geförderte berufliche Weiterbildung zum Nachholen eines Berufsabschlusses gilt sowohl für Arbeitsuchende als auch für Beschäftigte ohne Berufsabschluss. Auch, wer bereits über einen Berufsabschluss verfügt, den erlernten Beruf aber lange nicht mehr ausgeübt hat, erhält die Chance auf einen Neuanfang. Ebenso können auf diese Weise auch Menschen, die ihren Beruf im Ausland erlernt haben, über eine Umschulung einen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss erwerben.

Deine Förderung: Arbeitsagentur übernimmt Umschulungskosten

Deine Umschulung kann von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter gefördert werden, wenn…

Die Arbeitsagentur zahlt im Falle einer Förderung bis zu 100 Prozent deiner Weiterbildungskosten. Die Förderung läuft in der Regel über einen Bildungsgutschein. Sofern du Arbeitnehmer:in bist, wird sogar deine Gehaltszahlung während der Weiterbildung bis zu 100 Prozent übernommen. So kann dich dein Unternehmen für diese Zeit freistellen und du musst dir keine Sorgen um deinen Lebensunterhalt machen.

Deine Belohnung fürs Durchhalten: Weiterbildungsprämie

Nimmst du an einer geförderten Umschulung teil, kannst du nach erfolgreichem Abschluss mit einer staatlichen Geldprämie von insgesamt 2.500 Euro steuerfrei belohnt werden. Die bisher zeitlich befristete Motivationsprämie für Umschüler:innen ist schon länger im Einsatz. Nun wurde die Prämie entfristet und belohnt auch weiterhin das Dranbleiben bis zum ersehnten Berufsabschluss. Auf unserer Seite Weiterbildungsprämie findest du alle Informationen zum Thema.

Dein Zuschuss zur Grundsicherung: Weiterbildungsgeld

Das neue Bürgergeld 2023 setzt auf zukunftssichere Qualifizierung statt auf schnelle Vermittlung in nur kurzfristige Beschäftigungen. Weiterbildung wird also weiter gestärkt. Für Arbeitsuchende, aber auch für Beschäftigte, die aufstockende SGB II-Leistungen beziehen, gilt: Wenn du an einer Umschulung oder sonstigen berufsabschlussbezogenen Qualifizierung teilnimmst, wirst du mit monatlich 150 Euro Weiterbildungsgeld zusätzlich unterstützt.

Ohne Studium zum/zur Fachinformatiker:in – Hat der Beruf Zukunft?

Die Vorteile eines Jobs in der IT oder im digitalen Geschäft können sich sehen lassen:

So viel steht fest: Als Fachinformatiker:in hast du keine Zukunftssorgen mehr, denn du wirst praktisch überall gebraucht. Keine Branche, kein Unternehmen kommt mehr ohne funktionierende Hard- und Software aus. Du bist also nicht auf IT-Unternehmen als Arbeitgeber angewiesen. Unternehmen sämtlicher Wirtschaftsbereiche, aber auch der Öffentliche Dienst, halten Ausschau nach qualifizierten Bewerber:innen.

Nach deiner Fachinformatiker-Umschulung verfügst du über ein breites IT-Wissen und Kompetenzen, die dir in jedem IT-Job weiterhelfen. Im Gegensatz zu vielen Uni-Absolvent:innen verfügst du über das grundlegende Handwerkszeug einer IT-Fachkraft. Als Generalist:in und Allrounder bist du nach deinem erfolgreichen Abschluss vielseitig einsetzbar, zugleich aber auch in der Lage, durchaus anspruchsvolle Aufgaben im mittleren Management oder im Projektmanagement wahrzunehmen.

Gehaltsprognosen sind zwar problematisch, da dein zu erwartendes Gehalt von vielerlei Faktoren wie z. B. der Region, Branche, Unternehmensgröße oder Berufserfahrung abhängt. Dennoch gibt es vage Orientierungswerte: Das Durchschnittsgehalt als Fachinformatiker:in wird von der Jobbörse StepStone mit 37.800 Euro benannt. Die Gehaltsspanne liegt aktuell zwischen 31.100 Euro und 46.400 Euro.

Nach deiner Umschulung oder einiger Zeit im Beruf kannst du dich je nach Interesse und Berufsziel weiterqualifizieren – und auf diese Weise auch nennenswerte Gehaltssteigerungen erzielen. Du bildest dich beispielsweise in einzelnen Geschäftsprozessbereichen wie IT-Administration oder Softwareentwicklung zum bzw. zur Spezialist:in weiter. Oder du erwirbst Kompetenzen im Bereich der IT-Projektleitung, um dich für das Management komplexer IT-Projekte fit zu machen.

Hier einige mögliche Spezialisierungsgebiete:

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